Future Hub Schaffhausen

Die Wirtschaftsförderung ist ein Mittel zum Zweck. Der bisherige Zweck – Schaffen von Arbeitsplätzen – wurde erweitert, so dass auch (vorerst) nicht-gewinnorientierte Unternehmen zur Strahlkraft Schaffhausens beitragen können. Was ist aber unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber umliegenden Städten, warum sollen sich Start-ups in Schaffhausen ansiedeln? Sicherlich die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Industrie. Die Entwicklung der Stahlgiesserei und die rasche Vermietung der Wohnungen lässt darauf schliessen, dass sich viele Schaffhauser nach wie vor mit der Industrie identifizieren und sicher auch bereit sind hier zu investieren. RhyTech, SIG, aber auch das Kammgarn-Areal sind Entwicklungs-Hotspots und ausserordentlich attraktiv. Sowohl für Wohnnutzung wie auch für das Gewerbe.

Noch immer gibt es in Schaffhausen Industriekonzerne, die ein überwältigendes Know-How mitbringen und gerade für Start-ups ideale Ansprechpartner sein können. Heute wird der Kontakt zwischen Jungunternehmen und Grosskonzern oft durch die Wirtschaftsförderung hergestellt. Manche Start-ups benötigen aber mehr als blosse Kontakte. Sie brauchen Raum und Infrastruktur zu günstigen Konditionen damit sie ihr volles Potential entfalten können. Andere Städte bieten mit Einrichtungen wie dem Technopark Zürich genau dies. Warum haben wir in Schaffhausen kein Future Hub, keine Creative Spaces? Wäre die Kammgarn nicht ein idealer Ort gewesen, um Jungunternehmern Platz zu bieten und sie von der Qualität Schaffhausens zu überzeugen? Creative und Co-Working Spaces liegen im Trend und werden auch von etablierten Unternehmen gerne genutzt. Kontakte werden einfacher geknüpft, Know-How geteilt und weitere Innovationen erschaffen. Es ist schade, dass die Chance auf wirkliche Belebung der Kammgarn vergeben wurde.

Wir fordern nun die Exekutiven der Stadt und des Kantons auf, sich dem Thema Future Hub Schaffhausen anzunehmen und die Rahmenbedingungen für Start-ups weiter zu verbessern.