Unsere Positionen

Zielorientierte Lösung des Klimawandels

Wir wollen eines der grössten Probleme unserer Generation nicht mit utopischen Wundern, sondern durch lösungsorientierte Politik angehen. Dabei sind wir, trotz unserer liberalen Natur, nicht grundsätzlich gegen Regulationen. Sofern der Klimawandel durch etwaige Verbote sinnvoll bekämpft wird, werden wir diese unterstützen. Auch gegenüber radikaleren Lösungsansätzen sind wir prinzipiell offen und sind auch bereit, unsere Komfortzone zu verlassen.

Die Schweiz soll eine Vorreiterrolle bezüglich grüner Technologien einnehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf Innovationsförderung. Des Weiteren soll die Umwandlung der Wirtschaft in eine „Green Economy“ nicht als Belastung, sondern als Chance für weiteres Marktwachstum in der Schweiz gesehen werden. Um wirtschaftliche Anreize für eine höhere Nachhaltigkeit zu setzen, stehen wir für den Emissionshandel auch im Privaten ein.

In Sachen internationaler Zusammenarbeit steht die Schweiz heute schon gut da. Trotzdem kann sie dies weiter ausbauen, vor allem im Bezug zur Umweltforschung. Somit wollen wir weitere Innovationen fördern und doppelspuriges Fahren vermeiden.

Sanierung der AHV

Die junge Generation hat erkannt, dass sie sich für Nachhaltigkeit einsetzen muss, um ihre eigene Zukunft zu sichern. Bisher beschränkt sie sich leider auf die zweifellos wichtige ökologische Nachhaltigkeit. Doch auch die Altersvorsorge sollte die jungen beschäftigen, denn dort ist die Schweiz weit entfernt von einem nachhaltig finanzierten System.

Die finanzielle Lage der AHV verschlechtert sich seit mehr als zehn Jahren. Seit 2014 ist die Summe der Einzahlungen in die AHV geringer als die Summe der Auszahlungen: Die Beiträge der Versicherten und der öffentlichen Hand reichen nicht mehr aus, um die laufenden Renten zu finanzieren. Im Jahr 2018 betrug dieses Umlagedefizit 1,039 Milliarden Franken. Damit auch die junge Generation noch in den Genuss einer AHV-Rente kommen kann, ist es von grosser Bedeutung, die AHV möglichst bald zu sanieren.

Bis jetzt versuchte die Schweizer Politik, die AHV einzig durch höhere Beiträge zu stabilisieren. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen mehr einzahlen, die Mehrwertsteuer soll erhöht werden und der Bund muss die AHV mit unseren Steuergeldern subventionieren.

Aus Sicht der Jungen ist dies höchst fragwürdig. Eine gesunde AHV ist im Interesse von uns allen, deshalb wäre es nur gerecht, wenn auch alle etwas dazu beitragen. Anstatt bloss den jungen Arbeitenden mehr Geld abzunehmen, könnte man auch den Älteren etwas weniger Geld auszahlen, solange sie dabei nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Es gäbe genügend Rentner, die ohne Probleme auf einen Teil ihrer Rente verzichten könnten.

Eine noch wichtigere Massnahme wäre die Erhöhung und Flexibilisierung des Rentenalters. Es gibt Arbeitnehmer, die möchten sich lieber frühpensionieren lassen, andere würden gerne länger als die heute gültigen 64 Jahre für Frauen, beziehungsweise 65 Jahre für Männer, arbeiten. Dies sollte vom Staat ermöglicht und auch belohnt werden, denn wer länger arbeitet, hilft die AHV zu stabilisieren und dazu sollte es auch einen Anreiz geben.

Eine schrittweise Erhöhung des allgemeinen Rentenalters auf 66 Jahre für alle Geschlechter ist vertretbar, denn seit der Einführung der AHV im Jahr 1948 ist die Lebenserwartung um mehr als zehn Jahre gestiegen. Aus diesem Grund haben die Jungfreisinnigen eine Initiative lanciert, die genau diese Forderung aufnimmt.

Zukunftssichere Bildung

Bildung ist, besonders als rohstoffarmes Land, eines unserer wichtigsten Güter. Um diese zukunftssicher zu gestalten, setzen wir uns für die Förderung der MINT-Fächer und der digitalen Kompetenz ein. Als „digital natives“ konnten wir den heutigen Informatikunterricht erleben und finden, dass in diesem Verbesserungspotential liegt. Gerade als Jungpartei sehen wir uns in der Thematik gut beraten und denken, einen grossen Beitrag zum modernen Bildungswesen leisten zu können.

Legalisierung von Cannabis

Der Ansatz, Konsumenten von Cannabis als Kriminelle zu behandeln funktioniert nicht. Wir stehen daher für den legalen Konsum von Gras. Gleichzeitig wollen wir, dass der Cannabis-Markt kontrolliert und versteuert wird. Dies führt zum einen zu sicheren Produkten, zum anderen zu zusätzlichen Einnahmen für den Staat. Die Mehreinnahmen  sollen unter anderem für die Prävention eingesetzt werden.

Weltoffene Schweiz

Wir stehen für eine weltoffene Schweiz. In Zeiten steigender Popularität von Nationalismus gilt es ein Gegenzeichen zu setzen und zur Weltoffenheit zu stehen. Dies hat in der Schweiz schon lange Tradition, wäre die Schweiz aufgrund ihrer eingeschränkten natürlichen Ressourcen schon längst aufgeschmissen als protektionistischer Staat. Auch dass der Sitz vieler internationaler Organisationen sich in der Schweiz befindet unterstreicht die Verbundenheit der Schweiz zur restlichen Welt.